Aktien des Tages

BP Aktie legt leicht zu - trotz US-Zöllen

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - BP-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Thorsten Küfner vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie von BP plc (ISIN: GB0007980591, WKN: 850517, Ticker-Symbol: BPE5, London Stock Exchange-Symbol: BP, NASDAQ OTC-Symbol: BPAQF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.

Im gestrigen Handel habe es bei den meisten Aktien rund um den Globus im Zuge der Zoll-Ankündigungen der USA mitunter deutliche Kursrücksetzer gegeben. Die beiden Energietitel BP und ENI hätten sich diesem Trend jedoch entziehen und sogar leicht zulegen können. Denn die Ölpreise seien am Montag auch wegen der US-Zollpolitik etwas gestiegen.

Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April sei um 44 Cent auf 76,11 US-Dollar gestiegen. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zur Lieferung im März habe um 90 Cent auf 73,43 Dollar zugelegt. Am Ölmarkt habe es kräftige Schwankungen gegeben, wobei die Notierungen zeitweise deutlich stärker zugelegt hätten.

Am Wochenende habe US-Präsident Donald Trump seine Drohung wahrgemacht und weitreichende Zölle auf Waren aus Kanada, Mexiko und China verhängt. Hoffnungen, dass er seine Drohungen aus dem Wahlkampf nicht umsetzen würde, hätten sich damit zerschlagen. Die Maßnahmen könnten nach Einschätzung von Experten die Benzinpreise in den USA und damit die Inflation insgesamt in die Höhe treiben.

"Kanada liefert vor allem relativ schweres Rohöl an die Raffinerien des Mittleren Westens", schreibe Bernd Weidensteiner, Volkswirt bei der Commerzbank. Diese Raffinerien seien auf die kanadischen Rohölsorten ausgelegt und könnten daher nicht ohne weiteres auf andere Ölsorten umstellen. Schweres Rohöl habe einen höheren Schwefelanteil und sei schwerer zu verarbeiten.

Vor diesem Hintergrund habe die US-Regierung die amerikanischen Ölimporte aus Kanada nur mit einem Zoll von 10 Prozent belegt, während für die übrigen Waren 25 Prozent fällig würden. Nach Einschätzung von Weidensteiner sollten die wirtschaftlichen Schäden für die Vereinigten Staaten dadurch verringert werden.

Trotz des Preisanstiegs im Zuge der US-Zölle lägen die Notierungen am Ölmarkt unter dem Niveau des vergangenen Monats. Marktbeobachtern würden darauf hinweisen, dass die langfristigen Auswirkungen der Maßnahmen weiterhin ungewiss seien. Am Markt werde ein Handelskrieg befürchtet, der die Weltwirtschaft und damit verbunden die Nachfrage nach Rohöl bremsen könnte. Dies habe in den ersten Handelswochen des Jahres die Ölpreise belastet.

"Der Aktionär" bleibe für die ENI- und die BP-Aktie nach wie vor zuversichtlich gestimmt. Die Konzerne seien beide gut aufgestellt und würden über gute mittel- bis langfristige Perspektiven verfügen. Zudem würden die beiden Dividendenperlen mit einer günstigen Bewertung locken.

Wer investiert ist, sollte die Stoppkurse weiterhin bei 11,90 Euro (ENI) beziehungsweise 3,50 Euro (BP) belassen, so Thorsten Küfner von "Der Aktionär". (Analyse vom 04.02.2025)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (04.02.2025/ac/a/a)

Archivbeitrag vom 04.02.2025. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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