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AMD Aktie: Rekordzahlen und Mega-Ausblick begeistern Anleger

Paris (www.aktiencheck.de) - AMD-Aktienanalyse der BNP Paribas:

Mit einem Kurssprung um knapp 20 Prozent nach oben reagiert die Aktie von Advanced Micro Devices Inc. (AMD) (ISIN: US0079031078, WKN: 863186, Ticker-Symbol: AMD, NASDAQ-Symbol: AMD) auf die Veröffentlichung der Quartalszahlen am Dienstagabend, 5. Mai, so Egmond Haidt, Finanzjournalist, in einer aktuellen Veröffentlichung bei BNP Paribas.

Bei Kursen von um die 422 Dollar notiere das Papier damit am Rekordhoch. inerseits hätten die herausragenden Ergebnisse Investoren überzeugt, schließlich profitiere das Unternehmen enorm vom KI-Boom, andererseits seien sie von der sensationellen Prognose von Vorstandschefin Lisa Su umso begeisterter.

Im ersten Quartal sei der Umsatz von Advanced Micro Devices (AMD) um 38 Prozent auf 10,25 Milliarden Dollar gestiegen. Das habe deutlich über den Schätzungen der Analysten von 9,89 Milliarden Dollar gelegen. Damit habe sich das Wachstum gegenüber dem vierten Quartal 2025 deutlich beschleunigt, als es bei 34 Prozent gelegen habe.

Wachstumsmotor sei diesmal erneut der Bereich Rechenzentren gewesen, dessen Erlös angetrieben von der starken Nachfrage nach EPYC-Prozessoren und Instinct-GPUs um 57 Prozent auf 5,78 Milliarden Dollar nach oben geschossen sei - damit seien die Erwartungen von 5,61 Milliarden Dollar deutlich übertroffen worden. Damit sei dessen Anteil am Konzernumsatz kräftig von 49,4 auf 56,3 Prozent geklettert. Dabei sei die bereinigte Bruttomarge auf Konzernebene deutlich von 53,7 auf 55,4 Prozent gestiegen.

Außerdem sei der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 43 Prozent auf 2,54 Milliarden Dollar nach oben geschossen - das habe deutlich über den Erwartungen von 2,41 Milliarden Dollar gelegen, damit habe sich die Marge deutlich von 23,9 auf 24,8 Prozent verbessert.

Schlussendlich sei der bereinigte Gewinn je Aktie um 43 Prozent auf 1,37 Dollar nach oben geschossen, das habe deutlich über den Erwartungen von 1,29 Dollar gelegen.

Die Entwicklung des Cashflows könne sich ebenfalls mehr als sehen lassen. Jener aus dem operativen Geschäft habe sich auf 2,96 Milliarden Dollar verdreifacht. Gleichzeitig seien die Investitionen um mehr als 80 Prozent auf 389 Millionen Dollar nach oben geschossen. Zudem habe der Free Cashflow den Rekord von 2,57 Milliarden Dollar erreicht - das sei das 3,5-Fache des Vorjahreswertes von 727 Millionen Dollar gewesen.

Sensationelle Prognose

Bei der Zahlenvorlage habe sich Su sehr zufrieden mit den Ergebnissen gezeigt und zudem auf die großen Deals mit OpenAI und Meta Platforms verwiesen. Für das zweite Quartal habe die Vorstandschefin von AMD ein Umsatzwachstum von 46 Prozent auf 11,2 Milliarden Dollar (plus/minus 300 Millionen Dollar) in Aussicht gestellt - das habe deutlich über den Erwartungen von 10,52 Milliarden Dollar gelegen. Damit würde sich das Wachstum erneut beschleunigen.

Grund sei, dass sich das Wachstum der Nachfrage nach Server-CPUs auf mehr als 70 Prozent beschleunigen werde, nachdem es im ersten Quartal bei mehr als 50 Prozent gelegen habe. Das Wachstum solle im zweiten Halbjahr 2026 sowie bis in das Jahr 2027 hinein anhalten, zumal der Konzern die Produktion der nächsten Generation seiner EPYC-Prozessoren hochfahre. Zudem solle die bereinigte Bruttomarge im zweiten Quartal rund 56 Prozent erreichen, was eine leichte Verbesserung gegenüber dem ersten Quartal sei.

Auf der Analystenkonferenz habe Su zudem mit einer Erhöhung der Prognose aufhorchen lassen. Demnach solle der weltweite CPU-Markt für Rechenzentren in den nächsten Jahren um durchschnittlich mehr als 35 Prozent pro Jahr wachsen und damit im Jahr 2030 mehr als 120 Milliarden Dollar erreichen.

Auf dem Kapitalmarkttag im November 2025 habe die Vorstandschefin noch ein Wachstum von rund 18 Prozent in Aussicht gestellt. Damit wäre das Wachstum praktisch doppelt so hoch wie noch vor sechs Monaten angenommen. Das sei mehr als beeindruckend.

Vor dem Hintergrund, dass der Markt noch deutlich stärker boomen solle als erwartet, wolle AMD umso enger mit seinen Zulieferern zusammenarbeiten, um seinerseits die Kapazitäten weiter kräftig hochzufahren.

Su habe sich zudem zunehmend zuversichtlich gezeigt, dass AMD im nächsten Jahr zig Milliarden Dollar an Umsätzen mit KI-Chips im Bereich Rechenzentren generieren könne. Sie gehe zudem davon aus, dass AMDs langfristiges Ziel eines Wachstums von mehr als 80 Prozent in den nächsten Jahren übertroffen werden könne. Die gesamten Aussagen von Su hätten wie Musik in den Ohren der Investoren geklungen.

So sähen die Schätzungen aus

Analysten würden für 2026 einen Umsatzsprung von 39,6 Prozent auf 48,37 Milliarden Dollar prognostizieren. 2027 solle sich das Wachstum sogar auf 43,4 Prozent beschleunigen, womit 69,36 Milliarden Dollar zu Buche stehen sollten. Dabei solle das bereinigte EBIT 2026 um 78,3 Prozent auf 13,85 Milliarden Dollar nach oben schießen, gefolgt von einem Sprung um 55,0 Prozent auf 21,47 Milliarden Dollar für 2027. Damit würde die Marge von 22,4 Prozent auf 28,6 Prozent für 2026 nach oben schießen, um 2027 sogar 31,0 Prozent zu erreichen.

Nun gelte es zu schauen, wie sehr Analysten in den nächsten Tagen und Wochen ihre Umsatz- und Gewinnschätzungen für AMD weiter nach oben schrauben würden.

Wie gehe es weiter mit der Aktie?

Nach dem Kurssprung auf neue Rekordhochs liege der Börsenwert bei 684,9 Milliarden Dollar. Abzüglich des Netto-Cash-Bestands von 9,1 Milliarden Dollar liege der Enterprise Value (EV) bei 675,8 Milliarden Dollar.

Das entspreche dem 31,5-Fachen des von Analysten für 2027 vorhergesagten EBIT. Die extrem hohe Bewertung zeige, welch massives Wachstum in der Aktie eingepreist sei. Allerdings solle AMD laut den Schätzungen der Analysten 2026 und 2027 ein rasantes Umsatzwachstum erreichen und dabei gleichzeitig die Marge enorm verbessern. Je mehr Analysten ihre Gewinnschätzungen nach oben schrauben sollten, umso mehr würde das Multiple zurückgehen. Und das 2027er-KGV liege bei 37,4.

"Meiner Meinung nach dürfte die Rekordfahrt der AMD-Aktie weitergehen, schließlich könnte das Geschäft aufgrund von KI auf absehbare Zeit noch stärker boomen als die ohnehin euphorischen Investoren bislang erwartet hatten", so Egmond Haidt, Finanzjournalist, in einer aktuellen Veröffentlichung bei BNP Paribas. (Analyse vom 06.05.2026)

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Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (07.05.2026/ac/a/n)

Archivbeitrag vom 07.05.2026. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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