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AIXTRON behauptet sich in schwachem Marktumfeld - Auftragseingang und -bestand über Vorjahr - Aktiennews

Herzogenrath (www.aktiencheck.de) - AIXTRON SE (ISIN: DE000A0WMPJ6, WKN: A0WMPJ, Ticker-Symbol: AIXA, Nasdaq OTC-Symbol: AIXXF) konnte sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2024 in einem schwachen Marktumfeld behaupten und nahezu das Vorjahresniveau an Umsatz erreichen. Die Umsatzerlöse lagen mit EUR 406,4 Mio. nur leicht unter dem Vorjahreswert von EUR 415,7 Mio. Im dritten Quartal erzielte das Unternehmen Erlöse von EUR 156,3 Mio., was zwar der unteren Hälfte der prognostizierten Bandbreite von EUR 150,0 bis EUR 180,0 Mio. entsprach, jedoch aufgrund einer Verschiebung eines Großprojekts in das vierte Quartal von einem Kundenwunsch beeinflusst wurde.

Nachfrageentwicklung und Auftragseingang

Das Interesse an AIXTRONs Anlagen für die Leistungselektronik auf Basis von Galliumnitrid (GaN) und Siliziumkarbid (SiC) ist nach wie vor hoch. Im dritten Quartal 2024 erreichte der Auftragseingang EUR 143,5 Mio., was einen Anstieg von 21% gegenüber dem Vorjahresquartal (Q3/2023: EUR 118,5 Mio.) bedeutet. Die Auftragseingänge in den ersten neun Monaten des Jahres summierten sich auf EUR 439,5 Mio., leicht über dem Vorjahresniveau von EUR 436,2 Mio. Der Auftragsbestand stieg zum 30. September auf EUR 384,5 Mio., was sowohl im Vergleich zum Vorjahr (EUR 368,0 Mio.) als auch zum Ende des zweiten Quartals 2024 (EUR 400,6 Mio.) ein solides Niveau darstellt.

Technologische Fortschritte und Investitionen

Signifikante Verbesserungen in der 200mm G10-SiC Anlage wurden auf einer internationalen Konferenz in den USA präsentiert, wodurch die Anlage in Schichtdicken- und Dotierungshomogenität führend wurde. Dies steigert die Produktivität und senkt die Kosten pro Wafer, was zu einem erhöhten Interesse an dieser SiC-Technologie führt. Zudem wird die Nachfrage nach 300mm-Wafer-Technologie für GaN-Anwendungen als wachsender Trend angesehen. Erste Prototypenanlagen mit dieser Technologie wurden bereits von Kunden in Entwicklungslinien eingesetzt.

Neues Innovationszentrum in Herzogenrath

Am Standort Herzogenrath investiert AIXTRON derzeit rund EUR 100 Mio. in ein neues Innovationszentrum für die 300mm-Technologie, das auf 1.000 m² Reinraumfläche moderne Entwicklungs- und Forschungseinrichtungen bietet. Das Zentrum soll zum Jahresende 2024 offiziell eröffnet werden und markiert AIXTRONs zukunftsgerichtetes Engagement in neue Technologien.

Finanzkennzahlen und Ergebnisentwicklung

In den ersten neun Monaten des Jahres 2024 betrug das Bruttoergebnis EUR 160,0 Mio., was im Vergleich zum Vorjahreswert von EUR 180,8 Mio. eine geringere Bruttomarge von 39% (Vorjahr: 43%) widerspiegelt. Diese Veränderung ist vor allem auf eine Änderung im Produktmix zurückzuführen, der einen höheren Anteil margenschwächerer LED-Anlagen umfasste. Im dritten Quartal lagen Bruttoergebnis und Marge bei EUR 67,1 Mio. bzw. 43% (Q3/2023: EUR 76,2 Mio., 46%).

Die Betriebsausgaben gingen im dritten Quartal um 4% auf EUR 29,6 Mio. zurück, stiegen jedoch in den ersten neun Monaten auf EUR 99,7 Mio., ein Anstieg von 14% gegenüber dem Vorjahr. Insbesondere die Forschungs- und Entwicklungskosten (F&E) erhöhten sich um 15% auf EUR 68,7 Mio., da AIXTRON weiterhin intensiv in die zukünftige Technologieentwicklung investiert.

Das Betriebsergebnis (EBIT) für die ersten neun Monate lag bei EUR 60,3 Mio. mit einer EBIT-Marge von 15% (Vorjahr: 22%). Der Rückgang resultierte aus der geringeren Bruttomarge und den gestiegenen F&E-Aufwendungen. Das Periodenergebnis sank ebenfalls auf EUR 52,9 Mio. (9M/2023: EUR 83,5 Mio.).

Cashflow und Liquidität

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit verbesserte sich im dritten Quartal 2024 auf EUR 15,4 Mio. und in den ersten neun Monaten auf EUR 28,2 Mio., unterstützt durch einen Abbau der Vorratsbestände. Der Free Cashflow blieb aufgrund hoher Investitionen im negativen Bereich, konnte jedoch auf EUR -58,0 Mio. gegenüber dem Vorjahreszeitraum (EUR -82,3 Mio.) verbessert werden. AIXTRON verfügt per 30. September 2024 über liquide Mittel in Höhe von EUR 78,1 Mio. bei einer Eigenkapitalquote von 79%, was die Finanzstärke des Unternehmens unterstreicht.

Ausblick und Jahresprognose

AIXTRON bestätigt die Jahresprognose für 2024 mit Umsatzerlösen von EUR 620 bis 660 Mio., einer Bruttomarge von 43-45% und einer EBIT-Marge von 22-25%. Für das vierte Quartal wird ein Umsatz zwischen EUR 215 und 255 Mio. erwartet. Trotz einer kurzfristig verhaltenen Nachfrage in den Endmärkten bleiben langfristige Wachstumstreiber wie IT und KI, SiC-Technologie für Elektromobilität und Micro-LEDs bestehen. Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet AIXTRON jedoch Umsatzerlöse auf oder leicht unter dem Niveau von 2024.

Insgesamt zeigt sich AIXTRON finanziell und technologisch stark aufgestellt, mit klaren Strategien für die Zukunft, die durch die Investitionen in das neue Innovationszentrum weiter gestützt werden. (31.10.2024/ac/a/t)

Archivbeitrag vom 31.10.2024. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.

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