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US-Börsen nach den Midterms: Chancen für Halbleiter und Industrie - Risiken für KI und Rüstung

MFS kommentiert die möglichen Auswirkungen des Machtwechsels im US-Kongress von den Republikanern zu den Demokraten: Welche Themen werden für Anleger wichtig?

US-Börsen nach den Midterms: Chancen für Halbleiter und Industrie - Risiken für KI und Rüstung
Bild: Unsplash; KI-generiert

In der Vergangenheit haben sich die Märkte unter einer geteilten Regierung häufig gut entwickelt und in den Jahren nach den Midterms hohe Renditen erzielt, so die Experten von MFS Investment Management.

Seit 1946 hätten US-Aktien bei allen 20 Zwischenwahlen zwölf Monate nach dem Wahltag im Plus gelegen, mit einem durchschnittlichen Gewinn von 14,4% (Quelle: Deutsche Bank Chart of the Day: The Ballot and the Bull, November 3, 2026).

Mögliche Auswirkungen auf verschiedene Sektoren bei einem von den Demokraten geführten Kongress:

  • Saubere Energie dürfte auf weniger Widerstand stoßen.

  • Im Gesundheitswesen könnten Krankenhäuser und Gesundheitsdienstleister von geringeren Kürzungen bei Medicaid profitieren.

  • Der Verteidigungssektor könnte eingeschränkt werden, da die Demokraten andere Prioritäten als die Trump-Regierung hätten.

  • Die Energiebranche könnte einer strengeren Kontrolle durch den Kongress ausgesetzt sein.

  • Die Bemühungen um eine Rückverlagerung der Produktion in die USA würden parteiübergreifende Unterstützung genießen, sodass Industrieunternehmen, Halbleiterhersteller und die Elektrotechnik wahrscheinlich nicht mit verstärkten Hindernissen durch den Kongress rechnen müssten.

  • Der Datenschutz in Bezug auf KI sei eine Priorität der Demokraten, ebenso wie die Auswirkungen von Rechenzentren auf die Bevölkerung. Für diese Branche sei mit moderatem Gegenwind zu rechnen.

  • Zudem könnte der Bau von Rechenzentren auf Ebene der Bundesstaaten bei wichtigen Gouverneurswahlen auf Widerstand stoßen.

Mögliche Konfliktpunkte

Trotz des zu erwartenden politischen Stillstands aufgrund des Vetorechts von Donald Trump würden auch in den nächsten zwei Jahren Gesetze verabschiedet werden müssen - es sei denn, die republikanischen Abgeordneten würden noch vor Ende der laufenden Legislaturperiode ein weiteres "Reconciliation-Verfahren" durchbringen, um bestimmte Themen schneller verabschieden zu können. Das könnte den politischen Druck erhöhen.

Zu den umstrittenen Themen würden der Haushalt, die Anhebung der Schuldenobergrenze und das drohende Defizit der Sozialversicherung sowie - vielleicht am heikelsten - die Finanzierung des Krieges gegen den Iran gehören. Auch die Regulierung der KI werde in einem von den Demokraten kontrollierten Kongress wahrscheinlich heiß diskutiert werden und könnte angesichts der zurückhaltenden Regulierung der Trump-Regierung zu einem Knackpunkt werden.

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