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Strategy Aktie +5%: Bitcoin je Aktie soll sich verdoppeln - Kursziel 180 USD

B. Riley senkt das Strategy-Kursziel auf 180 USD, bestätigt aber angesichts geringerer struktureller Risiken das Rating "buy".

Strategy Aktie +5%: Bitcoin je Aktie soll sich verdoppeln - Kursziel 180 USD
Bild: Unsplash

Ein niedrigeres Kursziel trifft auf einen kräftigen Kursanstieg: Die Strategy-Aktie (ISIN: US5949724083, WKN: 722713, Ticker: MSTR) beendete den US-Handel am 4. November bei 142,54 USD und damit 6,91 USD beziehungsweise 5,09% im Plus. Gleichzeitig fällt die Strategy-Aktienanalyse von B. Riley vom 4. November 2026 differenziert aus. Fedor Shabalin reduziert das Kursziel von zuvor 195 USD auf 180 USD, bestätigt jedoch das Rating "buy". Im Mittelpunkt stehen ein nachlassendes strukturelles Risiko und der Plan, den Bitcoin-Bestand je Aktie innerhalb von sieben Jahren zu verdoppeln.

Auch vorbörslich setzt sich die positive Kursentwicklung zunächst fort. Am 5. November um 6:43 Uhr US-Ostküstenzeit notiert Strategy bei 142,99 USD. Das entspricht einem weiteren Anstieg um 0,45 USD beziehungsweise 0,32% gegenüber dem Vortagesschluss. Die vorbörsliche Notierung ist eine Momentaufnahme und noch kein Ergebnis des regulären Handelstages.

Kursziel 180 USD: Weniger Optimismus bei der Bewertung, Kaufempfehlung bleibt

Fedor Shabalin nimmt das Kursziel um 15 USD beziehungsweise rund 7,7% zurück. Die Anpassung ist damit deutlich, stellt aber keine Abkehr von seiner grundsätzlich positiven Einschätzung dar. B. Riley hält am Rating "buy" fest.

Gemessen am Schlusskurs von 142,54 USD liegt das Kursziel 180 USD rund 26,3% höher. Gegenüber der genannten vorbörslichen Notierung von 142,99 USD beträgt der rechnerische Abstand rund 25,9%.

Diese Differenz beschreibt den möglichen Kursanstieg bis zur Analystenzielmarke, keine zugesicherte Rendite. Dennoch zeigt sie, dass Fedor Shabalin trotz der Zielsenkung weiterhin deutliches Potenzial sieht.

Warum B. Riley das Kursziel konkret reduziert, wird in der vorliegenden Kurzmeldung nicht vollständig erläutert. Sie enthält weder eine Bewertungsrechnung noch veränderte Annahmen zum Bitcoin-Preis. Die Zielsenkung lässt sich deshalb nicht seriös einem einzelnen Bewertungsfaktor zuschreiben.

Vorrangige Ansprüche: Ein strukturelles Risiko lässt nach

Ein zentraler Punkt der Strategy-Aktienanalyse betrifft die Finanzierungsstruktur. Das strukturelle Risiko durch wachsende vorrangige Ansprüche auf den Bitcoin-Bestand habe nachgelassen, erläutert Fedor Shabalin.

Für Stammaktionäre ist diese Frage wesentlich. Der wirtschaftliche Wert eines Bitcoin-Bestands hängt aus ihrer Sicht nicht allein von dessen Umfang ab. Relevant ist auch, welche Verpflichtungen und vorrangigen Kapitalansprüche diesem Vermögen gegenüberstehen.

Vereinfacht gesagt: Wenn andere Kapitalgeber vor den Stammaktionären bedient werden müssen, kann dies deren wirtschaftliche Position beeinflussen. Ein größerer Bitcoin-Bestand bedeutet deshalb nicht automatisch einen entsprechend höheren Wert für jede Stammaktie.

Nach Einschätzung von Fedor Shabalin hat sich dieses strukturelle Risiko entschärft. Die Kurzmeldung beziffert die Veränderung allerdings nicht und nennt auch keine konkreten Finanzierungsinstrumente, durch die sie zustande gekommen ist. Von einem vollständig beseitigten Risiko kann daher keine Rede sein.

BPS verdoppeln: Ein messbarer Plan für sieben Jahre

Der zweite Schwerpunkt der Strategy-Aktienanalyse ist der Plan des Managements, die Kennzahl BPS innerhalb von sieben Jahren zu verdoppeln. BPS steht hier für Bitcoin per Share, also den Bitcoin-Bestand je Aktie.

Finanziert werden soll dieser Weg laut der wiedergegebenen Managementplanung durch jährliche Verkäufe digitaler Kreditinstrumente. Fedor Shabalin sieht darin einen messbaren Wachstumsrahmen.

Die Konzentration auf Bitcoin je Aktie ist entscheidend. Ein Unternehmen kann seinen gesamten Bitcoin-Bestand ausbauen, ohne dass sich der Bestand je Aktie im gleichen Umfang erhöht. Werden beispielsweise zusätzliche Aktien ausgegeben, verteilt sich das Vermögen auf mehr Anteilsscheine.

Das BPS-Ziel richtet den Blick deshalb auf die Entwicklung je Aktie. Eine Verdoppelung innerhalb von sieben Jahren entspräche rechnerisch einem durchschnittlichen jährlichen Zuwachs von rund 10,4%. Diese Berechnung veranschaulicht die Größenordnung des Plans, bedeutet aber nicht, dass das Wachstum gleichmäßig erfolgen würde.

Ebenso wenig ist eine Verdoppelung von BPS mit einer garantierten Verdoppelung des Aktienkurses gleichzusetzen. Dafür spielen unter anderem der Bitcoin-Preis, die Finanzierungsbedingungen und die Börsenbewertung eine Rolle.

Wachstum durch Finanzierung: Chance mit Bedingungen

Die positive Interpretation liegt auf der Hand: Wenn Strategy regelmäßig Kapital zu tragfähigen Bedingungen aufnehmen und damit den Bitcoin-Bestand je Aktie erhöhen kann, entsteht ein nachvollziehbarer Weg zur Umsetzung des langfristigen Ziels.

Genau diese Messbarkeit hebt Fedor Shabalin hervor. Anleger können verfolgen, ob sich die BPS-Kennzahl tatsächlich in Richtung der angekündigten Verdoppelung entwickelt. Der Plan bietet damit einen konkreteren Prüfmaßstab als eine allgemeine Wachstumsankündigung.

Die Finanzierung ist jedoch keine kostenlose Quelle zusätzlichen Vermögens. Je nach Ausgestaltung können Kredit- und andere Finanzierungsinstrumente laufende Zahlungsverpflichtungen, Rückzahlungsansprüche oder eine vorrangige Stellung gegenüber Stammaktionären mit sich bringen.

Die vorliegende Meldung nennt keine detaillierten Konditionen der geplanten jährlichen Verkäufe. Deshalb lässt sich daraus nicht berechnen, welcher wirtschaftliche Vorteil nach Berücksichtigung sämtlicher Verpflichtungen bei den Stammaktionären ankommen würde.

Für die Bewertung müssen somit zwei Entwicklungen gemeinsam betrachtet werden: der Bitcoin-Bestand je Aktie und die Ansprüche, die durch seine Finanzierung entstehen.

Bitcoin bleibt ein entscheidender Einflussfaktor

Selbst bei erfolgreichem BPS-Wachstum bleibt der Bitcoin-Preis ein wesentliches Risiko. Ein größerer Bestand je Aktie kann durch einen fallenden Bitcoin-Kurs wirtschaftlich teilweise oder vollständig überlagert werden.

Umgekehrt könnte ein steigender Bitcoin-Preis die Wirkung eines wachsenden Bestands je Aktie verstärken. Darin liegt ein Teil der Attraktivität, aber zugleich auch der Schwankungsanfälligkeit des Ansatzes.

Hinzu kommt die Bewertung der Aktie selbst. Anleger zahlen nicht zwangsläufig genau den rechnerischen Wert des anteiligen Bitcoin-Vermögens nach Berücksichtigung von Verpflichtungen. Erwartungen an künftige Finanzierungsmöglichkeiten und Wachstum können ebenfalls in den Kurs einfließen.

Ob die Strategy-Aktie derzeit mit einem bestimmten Auf- oder Abschlag auf diesen Wert gehandelt wird, lässt sich aus der vorliegenden Strategy-Aktienanalyse nicht bestimmen. Dafür fehlen die notwendigen Bestands-, Kapitalstruktur- und Bewertungsdaten.

Kursplus ist keine Bestätigung der gesamten Strategie

Der Schlusskursanstieg um 5,09% zeigt eine starke Nachfrage nach der Aktie im Handel vom 4. November. Das leichte vorbörsliche Plus am Folgetag setzt diese Richtung zunächst fort.

Ein eindeutiger Zusammenhang zwischen der Kursbewegung und der Einschätzung von B. Riley ist aus den Angaben jedoch nicht belegbar. Ebenso wenig bestätigt ein einzelner positiver Handelstag die Tragfähigkeit eines auf sieben Jahre angelegten Finanzierungs- und Wachstumsplans.

Für Anleger bleibt deshalb der operative und finanzielle Fortschritt entscheidend: Steigt BPS tatsächlich? Zu welchen Bedingungen wird neues Kapital aufgenommen? Und wie entwickeln sich die vorrangigen Ansprüche gegenüber der Position der Stammaktionäre?

Diese Fragen verbinden die beiden Kernaussagen von Fedor Shabalin: Das strukturelle Risiko habe nachgelassen, und das Management verfüge über einen messbaren Wachstumsrahmen.

B. Riley bleibt positiv – mit niedrigerer Zielmarke

Unter dem Strich fällt die Strategy-Aktienanalyse von B. Riley weiterhin bullish aus. Fedor Shabalin bestätigt das Rating "buy" und sieht mit dem Kursziel 180 USD einen deutlichen Abstand zum aktuellen Aktienkurs. Gleichzeitig signalisiert die Senkung von 195 USD, dass die bisherige Zielbewertung nicht unverändert Bestand hat.

Der Plan zur BPS-Verdoppelung eröffnet eine nachvollziehbare langfristige Perspektive. Entscheidend wird jedoch sein, ob Strategy dieses Wachstum unter Bedingungen erreicht, die auch für Stammaktionäre wirtschaftlich attraktiv bleiben.

Die Kombination aus Bitcoin-Preisentwicklung, Finanzierung und Bewertung macht die Aktie anspruchsvoll. B. Riley bleibt überzeugt genug für das Rating "buy" – Anleger müssen neben der Wachstumskennzahl aber weiterhin die gesamte Kapitalstruktur im Blick behalten.

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Autor: Redaktion, aktiencheck.de

Veröffentlicht am: 5. November 2026

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