TAUFKIRCHEN (dpa-AFX) - Angesichts der Aufrüstung in Europa schaut der Rüstungselektronikkonzern Hensoldt <DE000HAG0005> noch etwas optimistischer auf 2026. Mit leicht erhöhter Prognose und guten Quartalszahlen konnte das im MDax <DE0008467416> notierte Unternehmen der schlechten Branchenstimmung aber nicht ganz trotzen: Im Sog der Gewinnwarnung von Rheinmetall <DE0007030009> ging es auch für die Hensoldt-Aktie am Donnerstag nach zwischenzeitlichen Kursgewinnen um zuletzt ein halbes Prozent abwärts.
ROUNDUP: Hensoldt wird etwas optimistischer - Rheinmetall belastet ganze Branche
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HAGHensoldt peilt für 2026 nun rund 2,8 Milliarden Euro Umsatz an statt der bisher in Aussicht gestellten rund 2,75 Milliarden, wie das Unternehmen in Taufkirchen mitteilte. Die Marge gemessen am bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) dürfte rund 19 Prozent betragen. Bisher standen hier 18,5 bis 19 Prozent im Plan. Beim Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz nimmt Hensoldt zudem das obere Ende der Spanne von rund 1,5 bis 2,0 ins Visier.
In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres wuchs der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um gut 21 Prozent auf 1,86 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) stieg um ein Drittel auf 281 Millionen Euro. Die entsprechende Marge verbesserte sich von 13,7 auf 15,1 Prozent. Der Auftragseingang schnellte um fast 77 Prozent auf 3,56 Milliarden Euro nach oben. Damit saß Hensoldt per Ende September auf einem Auftragsbestand im Rekordwert von 10,36 Milliarden Euro.
"Die strukturell hohen Verteidigungsausgaben in Deutschland und Europa füllen weiter unsere Auftragsbücher. Das schlägt sich jetzt zunehmend auch im Umsatz nieder", sagte Konzernchef Oliver Dörre laut Mitteilung. Künftig komme es darauf an, wie gut Sensoren, Plattformen und Software zusammenwirkten und sich an neue Bedrohungen anpassen ließen. Von Januar bis Ende September profitierte das Sensorgeschäft vor allem vom Eurofighter-Programm, während im Bereich Optronik unter anderem Großaufträge für die Panzermodelle Schakal und Puma für Wachstum sorgten.
Umsatz und operatives Ergebnis (Ebitda) seien insgesamt besser ausgefallen als vom Markt erwartet, lobte JPMorgan-Analyst David Perry. Aus Sicht von Jefferies-Experte Ben Brown ist vor allem das operative Ergebnis beeindruckend stark ausgefallen und hat die Konsensschätzungen weit übertroffen. Außerdem erscheine das erhöhte Umsatzziel weiter konservativ. Brown traut Hensoldt im Schlussquartal noch mehr Wachstum zu, als der Ausblick andeute./niw/tav/jha/
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