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Lanxess Aktie: Kostendisziplin zahlt sich aus

Höheres operatives Ergebnis und verbesserter Mittelzufluss treffen auf anhaltende Verluste und eine verhaltene Nachfrage.

Lanxess Aktie: Kostendisziplin zahlt sich aus
Bild: boerse-global.de

Lanxess überrascht mit besseren Zahlen und einem etwas zuversichtlicheren Ausblick. Die Aktie schoss im Xetra-Handel zeitweise um fast 19 Prozent auf rund 14,50 Euro nach oben. Nach dem Tief seit März Ende Oktober ist das eine kräftige Gegenbewegung.

Ausblick am oberen Ende

Konzernchef Matthias Zachert rechnet für 2026 nun mit einem bereinigten Ebitda am oberen Ende der Prognosespanne. Die Spanne selbst reicht von 450 bis 550 Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt bereits mit einem Wert im oberen Bereich gerechnet, wirklich überraschend ist die Anhebung der Erwartung also nicht.

Im dritten Quartal stieg das operative Ergebnis um gut 11 Prozent auf 139 Millionen Euro. Nach neun Monaten stehen 385 Millionen Euro in den Büchern. Der Umsatz legte um fast 10 Prozent auf rund 1,47 Milliarden Euro zu.

Unter dem Strich blieb es allerdings bei einem Verlust von 70 Millionen Euro, nach 77 Millionen im Vorjahreszeitraum. Hohe Abschreibungen belasten weiterhin.

Preise helfen, Nachfrage hinkt

Europäische Chemiehersteller profitieren derzeit von höheren Verkaufspreisen. Die Konkurrenz aus Asien leidet stärker unter den Folgen des Iran-Kriegs. Lanxess nimmt diesen Rückenwind mit.

Zachert bremst dennoch die Euphorie. Von einer breiten und nachhaltigen Nachfrageerholung seien viele Kernmärkte noch entfernt, sagte er. Besonders betroffen seien Agrochemie, Auto- und Bauindustrie. Dafür verweist er auf Fortschritte bei den Kosten.

Sichtbar wird das beim freien Barmittelfluss. Er drehte von minus 14 Millionen auf plus 48 Millionen Euro. Auch für das vierte Quartal erwartet der Konzern einen positiven Free Cashflow.

Analysten bleiben zurückhaltend

JPMorgan beließ die Einstufung auf "Neutral" mit einem Kursziel von 15 Euro. Analyst Chetan Udeshi sprach von Resultaten, die weniger schlimm ausgefallen seien als befürchtet. Auch der Ausblick auf das vierte Quartal habe die trüben Erwartungen übertroffen.

Trotz des Kurssprungs bleibt die Bilanz für das Jahr gemischt. Seit Januar steht noch ein Minus von fast einem Fünftel zu Buche. Der Aktienkurs nähert sich zudem dem JPMorgan-Ziel von 15 Euro, das nun als nächste Marke dient.

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