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Heute im Fokus: US-Arbeitsmarktbericht

Sinkende Energiepreise entlasten die Märkte, doch hartnäckige Inflation und der US-Arbeitsmarkt halten die Zinsfrage offen.

Heute im Fokus: US-Arbeitsmarktbericht
Bild: Unsplash

Die Wahlergebnisse in den USA haben in dieser Woche in einigen Marktsegmenten für Bewegung gesorgt und kurzzeitig Kursgewinne am Aktien- und Rentenmarkt sowie beim EUR/USD-Kurs ermöglicht, so die Analysten der Helaba.

Vor allem die Hoffnung auf eine Beilegung des Konflikts am Persischen Golf scheine dabei ein Treiber zu sein, denn die Öl- und Gaspreise würden nachgeben. Konkrete Nachrichten und Beschlüsse gebe es in diesem Zusammenhang aber nicht. Gesunken seien in dieser Phase die Zinserhöhungserwartungen bezüglich der Fed. Die eingepreiste Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte liege per Dezember bei unter 70%. Bis Jahresmitte 2027 seien keine zwei Schritte der Fed mehr vollständig eskomptiert. Nicht nur die energiepreisbedingt höhere Gesamtinflationsrate sei ein Problem, auch die Kerninflation (gemessen am von der Fed bevorzugten PCE-Deflator) weiche erheblich vom Ziel ab und sei zuletzt auf 3,1% gestiegen.

Zudem würden sich Wachstum und Arbeitsmarkt in einer soliden Verfassung zeigen. Darauf hätten die jüngsten BIP-Zahlen hingewiesen und heute werde der US-Arbeitsmarktbericht erwartet. Die Vorgaben dafür seien freundlich, wenn auch nicht überbordend gut. Seit langem würden die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf einem niedrigen Niveau liegen, während die Beschäftigung und Schwankungen in den letzten Monaten moderat habe zulegen können.

Der am Mittwoch veröffentlichte ADP-Report (+86 Tsd.) untermauere die Erwartung, dass es zu einem neuerlichen Stellenaufbau gekommen sei. Diesbezüglich seien die Analysten sogar etwas positiver gestimmt als der Konsens. Die Arbeitslosenquote sollte auf dem im historischen Vergleich niedrigen Vormonatsniveau von 4,2% verharren. Dies berge das mittelfristige Risiko einer erhöhten Lohndynamik. Bislang habe sich diese nicht eingestellt und daher sei der Blick auch auf den durchschnittlichen Stundenlohn zu richten.

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