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Heute im Fokus: Bank von England

Die Helaba erwartet eine Zinserhöhung der Bank von England und eine Erholung der deutschen Industrieaufträge.

Heute im Fokus: Bank von England
Bild: Antony Hyson Seltran / Unsplash

Am frühen Morgen richten sich die Blicke zunächst auf die Auftragseingänge der deutschen Industrie, so die Analysten der Helaba.

Nach dem kräftigen, zweistelligen Minus im August werde wieder mit einer positiven Entwicklung gerechnet. Hintergrund dessen sei die anhaltende solide Stimmungslage bei Unternehmensumfragen. Die Jahresveränderungsrate sollte damit einhergehend steigen und verglichen mit der Konsensschätzung seien die Analysten positiver gestimmt.

Die Zinsentscheidung der Bank von England ziehe am Mittag die gesamte Aufmerksamkeit auf sich. Die Notenbanker in London hätten sich nach der Serie von Zinssenkungen in den Jahren 2024 und 2025 noch nicht zu einer restriktiveren Gangart durchringen können, obwohl es bereits Abweichler in den MPC-Sitzungen gegeben habe. Die Inflation liege seit zwei Jahren oberhalb der Zielmarke und habe zuletzt erneut zugelegt, auf +3,5% gg. Vj. Uneinheitlich würden die Notenbanker das Risiko von Lohnsteigerungen infolge des Energiepreisschocks bewerten. Marktseitig sei eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte nahezu vollständig eingepreist und auch die Analysten würden davon ausgehen. Ob es allerdings zu den marktseitig bis Herbst 2027 erwarteten vier Straffungen komme, sei fraglich. Einige MPC-Mitglieder würden aktuell die Unterschiede zum letzten großen Energiepreisschock im Jahr 2022 betonen. Dies könnte ein Hinweis auf eine eher vorsichtigere Vorgehensweise der Bank von England sein, ähnlich wie sich dies inzwischen für EZB und Fed abzeichne.

In den USA seien die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe von Interesse. Das Niveau werde weiterhin sehr niedrig erwartet und damit bleibe der US-Arbeitsmarkt zunächst in einer soliden Verfassung. Gründe für das Auspreisen von Zinserhöhungserwartungen gebe es mithin nicht.

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