Hoffnungen auf Frieden bestimmen das Marktgeschehen und die ermäßigten Energiepreise sorgten zunächst für weitere Unterstützungen am Renten- und am Aktienmarkt, so die Analysten der Helaba.
Bund-Future legt zu, Euro wackelt: Diese Marken entscheiden jetzt
Der Bund-Future steuert auf weitere Gewinne zu, während dem Euro laut Helaba ein Rückschlag bis zum Jahrestief droht.

Im Nachgang zur Zinsentscheidung der Bank von England (Zinserhöhung um 25 Basispunkte) und infolge des Kurseinbruchs bei Tech-Aktien allerdings seien die Gewinne am Aktienmarkt wieder abgegeben worden, der Rentenmarkt hingegen habe von niedrigeren Zinserwartungen profitieren können. Heute würden sich die Blicke auf den US-Arbeitsmarktbericht richten. Mit der erwarteten soliden Beschäftigungsentwicklung werde es aber wohl keinen Impuls in Richtung gedämpfter Zinserhöhungserwartungen geben.
Am Ende eines volatilen Handelstages habe sich der Bund-Future (ISIN: DE0009652644, WKN: 965264) über der 100-Tagelinie halten können und sei in der Lage gewesen, am heutigen Morgen ein neues Impulshoch bei 123,38 zu markieren. Verunsicherung an den Aktienmärkten helfe, ebenso wie die gedrückten Zinserhöhungserwartungen beiderseits des Atlantiks. Der Einfluss der technischen Indikatoren sei aber weiterhin als unterstützend anzusehen. So stünden MACD und DMI auf Kauf und der ADX steige oberhalb von 20 an. Ein neuerlicher Anstieg könne aus der technischen Perspektive nicht ausgeschlossen werden. Als Ziel einer fortgesetzten Erholung diene weiterhin das 61,8%-Level bei 123,84. Sollte es aber zu einem Rutsch unter die 100-Tagelinie kommen, würden Rücksetzer bis 122,06, dem 31,8%-Level, drohen.
Der Euro habe sich im Verhältnis zum US-Dollar schwergetan, weiteren Boden gutzumachen und Kurs auf das 38,2%-Retracement zu nehmen. Erneut habe die Zone 1,1256/69 nicht nachhaltig überwunden werden können. Dies sei insbesondere deshalb negativ zu werten, weil auch die positive Entwicklung der quantitativen Indikatoren unterbrochen worden sei. Sollte der Euro wieder unter die 21-Tagelinie dicht unterhalb von 1,12 rutschen, drohe weiteres Ungemach. Ein Test oder sogar ein Bruch des Jahrestiefs bei 1,1105 könnten dann nicht ausgeschlossen werden.
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