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E.ON-Aktie: Disruptive Wirkung amateurhafter und irrationaler Politik nicht unterschätzen - Aktienanalyse




20.03.17 12:01
BÖRSE am Sonntag

Bad Nauheim (www.aktiencheck.de) - E.ON-Aktienanalyse von der "BÖRSE am Sonntag":

Reinhard Schlieker von der "BÖRSE am Sonntag" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Energiekonzerns E.ON SE (ISIN: DE000ENAG999, WKN: ENAG99, Ticker-Symbol: EOAN, Nasdaq OTC-Symbol: ENAKF) unter die Lupe.

Einen Kursus in "Wie überlebe ich die Politik" würden derzeit vor allem die einst mächtigen Energiekonzerne absolvieren. Andere Branchen dürften sich das riesige Desaster mit vorheriger Ansage sehr genau ansehen - und insgeheim aufatmen, wenn sie auf ihre Ertragsperlen im Ausland blicken würden. Hierzulande sei angesichts ideologischer Erstarrung des deutschen Wesens auf Sicht kein Lichtblick zu erwarten. Und so sei von "Übergangsjahren" in der deutschen Wirtschaft neuerdings verdächtig oft die Rede - das Wort falle immer, wenn es nicht rund laufe und eigentlich nur besser werden könne. Bei Banken, Versicherungen - und in der Stromwirtschaft.

Beim Energieriesen E.ON sei 2016 dieses Übergangsjahr gewesen, wolle man Konzernchef Johannes Teyssen Glauben schenken. Der gigantische Verlust sei in der Tat etwas, das sich kaum wiederholen könne, ohne den Tanker zu versenken. Teyssen macht gute Miene zum bösen Spiel und rettet immerhin eine kleine Dividende durch diesen Übergang, was die vielen Kommunen und Stadtwerke besänftigen soll, die immer noch zu den Eignern des Unternehmens gehören und den jahrelangen Niedergang von E.ON in der Stadtkasse auffangen und nolens volens ausbügeln mussten, so die Experten der "BÖRSE am Sonntag".

Der sagenhafte Bilanzverlust spiegele die komplette Verwirbelung des Konzerns, der mit der Abspaltung seines ehemaligen Kerngeschäfts radikal neue Wege beschritten habe. Die neue Tochterfirma heiße Uniper, der Kunstname sei ein Akronym für "Unique Performance", zu deutsch: einzigartige Leistung - hört, hört! Uniper also habe die Misere in Zahlen und Fakten deutlich gemacht. Denn anlässlich des Teil-Börsengangs 2016 hätten die Kohle- und Gasaktivitäten, die bei Uniper gelandet seien, aktuell neu bewertet werden müssen, und da habe Heulen und Zähneklappern geherrscht. Statt 15 Milliarden Euro Vermögenswerte sei Uniper nur noch auf einen einzigartigen Wert von rund vier Milliarden gekommen, der Rest: einzigartig verpufft. Eigentlich ohne Not, denn natürlich habe sich an der Substanz nichts geändert - verantwortlich sei in diesem Falle der Staat und seine von oben her durchgeplante Energiewende im Kopf, die im wahren Leben einfach nicht so funktionieren wolle wie am Reißbrett. Zu blöd!

Mit enorm hohem Aufwand modernisierte Kohlekraftwerke und neu erbaute Gasmeiler wurden nun vom hochsubventionierten Solar- und Windstrom aus dem Markt gedrängt, mussten und müssen aber gleichzeitig funktionstüchtig vorgehalten werden, da Wind und Sonne nicht verlässlich Energie liefern - Stichwort: Dunkelflaute, so die Experten der "BÖRSE am Sonntag". Die Bundesnetzagentur habe alle Hände voll zu tun, um Schwankungen auszugleichen. Im staatlich-planwirtschaftlichen Energiesystem würden konventionelle Stromerzeuger noch drei Cent pro Kilowattstunde erhalten, durchschnittlich 24 Cent zahle der Verbraucher für seinen Strom - alles dazwischen seien Abgaben, Umlagen, Steuern, und Steuern auf diese Steuern.

Ironischerweise beziehe die Bundesrepublik auch noch Atomstrom aus Tschechen und Frankreich zum Puffern, etwa 15 Prozent der Netzlast würden noch aus deutschen Kernkraftwerken stammen. So könne auch modernste Gas-Kohle-Energietechnik nicht arbeiten. E.ON-Chef Teyssen, der in seinem Konzern nun auf neue Energien setze, hoffe auf eine Teilhabe am Geldsegen für Biomasse, Sonne und Wind, und auf die gut kalkulierbaren Netzerträge. Hoffnung auf Entschädigungen durch den Staat wegen des abrupten Atomausstiegs gebe es auch noch - den grundsätzlichen Anspruch habe das Bundesverfassungsgericht den Konzernen bereits zugesprochen, bis 2018 müsse der Gesetzgeber dies regeln.

Teyssens Vertrag laufe noch bis 2018 - seine bisherige Bilanz seien Jahre mit Milliardenverlusten und ein in fünf Jahren um 64 Prozent zurückgegangener Aktienkurs von E.ON. Dass E.ON augenscheinlich ohne Not in Nöte geraten sei, möge ihm ein Trost sein - Anlegern und seinem Aufsichtsrat gelte es nicht als Dauergrund für Nachsicht. Das Modernisierungsprogramm "Phönix" solle die Wende bringen, werde harte Einsparungen nach sich ziehen und allein in Deutschland wohl tausend Jobs kosten. Die Arbeitnehmer würden damit für die "Energiewende" nicht nur mit der Stromrechnung, sondern auch noch mit ihrem Arbeitsplatz zahlen. Das ist die Tragik hinter den brutalen Zahlen, so die Experten der "BÖRSE am Sonntag". (Analyse vom 18.03.2017)

Börsenplätze E.ON-Aktie:

XETRA-Aktienkurs E.ON-Aktie:
7,077 EUR -0,01% (20.03.2017, 10:35)

Tradegate-Aktienkurs E.ON-Aktie:
7,077 EUR +0,11% (20.03.2017, 10:51)

ISIN E.ON-Aktie:
DE000ENAG999

WKN E.ON-Aktie:
ENAG99

Eurex Optionskürzel E.ON-Aktienoption:
EOA

Ticker-Symbol E.ON-Aktie:
EOAN

Nasdaq OTC Ticker-Symbol E.ON-Aktie:
ENAKF

Kurzprofil E.ON SE:

E.ON (ISIN: DE000ENAG999, WKN: ENAG99, Ticker-Symbol: EOAN, Nasdaq OTC-Symbol: ENAKF) ist ein internationales privates Energieunternehmen, das vor einem fundamentalen Wandel steht: Mit Umsetzung der neuen Strategie wird E.ON sich künftig vollständig auf Erneuerbare Energien, Energienetze und Kundenlösungen und damit auf die Bausteine der neuen Energiewelt konzentrieren. Das konventionelle Erzeugungsgeschäft sowie der Energiehandel wurden zum 1. Januar 2016 in eine eigene Gesellschaft, Uniper, überführt. Die Gesellschaft soll im zweiten Halbjahr 2016 an die Börse gebracht und mehrheitlich an die Aktionäre von E.ON abgespalten werden.

Im Geschäftsjahr 2015 erwirtschafteten mehr als 56.000 Mitarbeiter von E.ON in vielen Ländern Europas sowie in Russland und Nordamerika einen Umsatz von rund 116 Milliarden Euro. Hinzu kommen gemeinsam mit Partnern geführte Geschäfte in Brasilien und in der Türkei. Im Bereich der Erneuerbaren Energien gehört E.ON zu den weltweit führenden Unternehmen. Rund 33 Millionen Kunden (inkl. 9 Millionen Kunden des Joint Ventures Enerjisa in der Türkei) beziehen Strom und Gas von E.ON. Das breite Stromerzeugungsportfolio von E.ON umfasst rund 45 GW Erzeugungskapazität. (20.03.2017/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
7,157 € 7,118 € 0,039 € +0,55% 28.04./20:30
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000ENAG999 ENAG99 9,72 € 5,99 €
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
7,176 € +0,55%  28.04.17
Xetra 7,157 € +0,55%  28.04.17
München 7,162 € +0,17%  28.04.17
Frankfurt 7,153 € +0,11%  28.04.17
Stuttgart 7,133 € 0,00%  28.04.17
Hannover 7,121 € -0,36%  28.04.17
Düsseldorf 7,116 € -0,52%  28.04.17
Hamburg 7,125 € -0,70%  28.04.17
Nasdaq OTC Other 7,80 $ -0,76%  27.04.17
Berlin 7,106 € -1,06%  28.04.17
  = Realtime
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