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Deutsche Bank-Aktie: Es droht die Schlimmste aller Welten für Deutschland - Aktienanalyse




12.02.18 08:15
Heibel-Ticker

Berlin (www.aktiencheck.de) - Deutsche Bank-Aktienanalyse von "Heibel-Ticker":

Stephan Heibel, Aktienexperte von "Heibel-Ticker", nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Bankenkonzerns Deutsche Bank AG (ISIN: DE0005140008, WKN: 514000, Ticker-Symbol: DBK, NYSE-Symbol: DB) unter die Lupe.

Der weltgrößte Hedgefonds wette darauf, dass die Deutsche Bank vor die Hunde gehe. Der Gründer Ray Dalio habe seine Gründe, die er gut nachvollziehbar verbreite. Wenn er Recht habe, werde Deutschland in den kommenden Jahren ernste Probleme haben. Vielleicht irre er sich aber auch nur. Doch so einfach sollte man die Argumente des in den vergangenen Jahrzehnten erfolgreichsten Hedgefondsmanagers nicht beiseite schieben.

Daher werde Stephan Heibel in der Wunschanalyse nicht die Geschäftsentwicklung und das Bewertungsniveau der Deutschen Bank in den Vordergrund stellen. Vergessen dürfe man das aber auch nicht, daher werde er nur kurz eine Übersicht über die aktuelle Situation in Deutschlands größtem Geldhaus geben.

Man brauche nicht zu erzählen, dass die Deutsche Bank in der Finanzkrise 2007 bis 2009 nur knapp der Verstaatlichung entgangen sei und im Anschluss unzählige kriminelle Machenschaften (insbesondere Marktmanipulation verschiedenster Märkte) aufgedeckt worden seien. Der Deutsche Branchenprimus habe es geschafft, immer wieder genug Geld aufzutreiben, um Verluste und gerichtlich festgesetzte Strafen zu bezahlen, während gleichzeitig sukzessive die Leichen der Finanzkrise aus dem Keller geholt worden seien und die Bilanz an die härteren Vorschriften von Basel II angepasst worden sei. Ein Kraftakt, den das Geldhaus nach Heibels Einschätzung ohne ihre wichtige gesellschaftliche Stellung als internationaler Knotenpunkt für die deutsche Exportwirtschaft nicht geschafft hätte.

Vereinfacht gesagt gebe es zwei Einnahmequellen für die Deutsche Bank: Zum einen Einnahmen aus dem Investmentbanking, die um so höher ausfallen würden, je volatiler (Kursschwankungen) die Finanzmärkte seien. Zum anderen Einnahmen aus der Zinsdifferenz zwischen Einlagenzins und Kreditzins.

In den vergangenen Jahren hätten die Märkte immer weniger geschwankt. Als Maßstab für die Schwankungen gelte der VDAX, der Volatilitätsindex auf den DAX. Sei der VDAX im Rahmen der Finanzkrise noch auf 83 gesprungen, so sei er seither kontinuierlich gefallen, zuletzt seien sogar Tiefstwerte unter 11 erreicht worden. Das Investmentbanking habe im abgelaufenen Q4 2017 grottenschlecht abgeschnitten, viel schlechter, als von Analysten nach mehrfachen Prognosesenkungen noch befürchtet worden sei.

Die Zinsdifferenz zwischen Einlagen und Kredit werde durch die Zinskurve definiert: Je größer der Unterschied zwischen langfristigem und kurzfristigem Zins, desto größer die Zinsdifferenz und desto höher der Gewinn im Bankensektor. Nun, die Zinskurve sei derzeit extrem flach, der kurzfristige Zins sei sogar negativ und der 10-Jahreszins stehe bei etwa einem halben Prozent. Auch hier gebe es derzeit nicht viel zu verdienen.

Dennoch habe es CEO John Cryan in dieser schweren Zeit geschafft, durch Kapitalerhöhungen (verwässert den Aktienkurs), Umstrukturierungen (Verkauf von Unternehmensteilen) und Kosteneinsparungen (Personalabbau) die harte Kernkapitalquote auf 14% steigern, damit sei die deutsche Bank Basel II konform.

Doch die Umstrukturierung von Cryan trage nach Heibels Einschätzung bereits Früchte: Das vermeintlich schwache Q4-Ergebnis sei durch die US-Unternehmenssteuerreform belastet worden, denn Verlustvorträge seien plötzlich nicht mehr so viel Wert und müssten angepasst werden. Dieser Effekt habe einen Quartalsgewinn in einen Quartalsverlust gedreht.

Stephan Heibel betrachte die Deutsche Bank vor diesem Hintergrund als endlich halbwegs gesundet. Was die beiden Verdienstmöglichkeiten angeht, so ist Ihnen bestimmt nicht entgangen, dass wir seit zwei Wochen extreme Börsenturbulenzen haben, so Stephan Heibel, Aktienexperte von "Heibel-Ticker". Die Volatilität sei in den Himmel geschossen, das Investmentergebnis der Deutschen Bank, die unter viel Kritik kürzlich noch den Mitarbeitern dieser Sparte Milliardenboni ausgeschüttet habe, dürfte bereits im laufenden Quartal anspringen. Und am Zinsmarkt kommt ebenfalls die Zinswende in Sicht, in den USA liegt das schon hinter uns, so Stephan Heibel, Aktienexperte von "Heibel-Ticker".

Aus dieser Betrachtung sei die Deutsche Bank eine Aktie, die man eigentlich jetzt kaufen müsse. Doch man solle sich nun mal näher anschauen, warum Ray Dalio bei der Deustchen Bank auf fallende Kurse spekuliere.

Ray Dalio habe im Jahr 1975 den Hedgefonds Bridgewater gegründet. Heute verwalte er 160 Mrd. USD und sei damit der größte Hedgefonds der Welt. Irgendwas müsse er richtig gemacht haben, sonst würden ihm nicht so viele reiche Menschen ihr Geld anvertrauen.

Vor zehn Jahren habe sich Dalio hingesetzt und ein Buch mit 300 Seiten geschrieben, in dem er seine Sicht der Welt darlege. Dieses Buch aktualisiere er nun alle paar Jahre, zuletzt 2017. Er behandle darin sämtliche Finanzkrisen der vergangenen 100 Jahre im Detail und werfe sogar einen Blich 500 Jahre zurück. Daraus ziehe er seine Schlussfolgerungen betont "unwissenschaftlich", sondern eher als jemand, der gut beobachte und eine große Portion Bauernschläue habe.

Sehr einleuchtend habe Dalio die Wechselwirkung der Geldflutung durch die Notenbanken mit der Fiskalpolitik, den Ausgaben der Regierungen, dargestellt. Auch sehr gut veranschaulicht sei die Bedeutung von Kredit für das Wachstum einer Wirtschaft.

Es gebe ein halbstündiges Video in deutscher Sprache, dass seine Sicht der Welt präsentiere: http://www.economicprinciples.org/de/index.html. In seinem 300 Seiten umfassenden Dokument werde dann noch detailliert die derzeitige Situation der einzelnen Industrieländer analysiert. Das Dokument könne man als PDF hier herunterladen: http://www.economicprinciples.org/wp-content/uploads/ray_dalio__how_the_economic_machine_works__leveragings_and_deleveragings.pdf

Das für mich überraschende: Überall im Dokument erscheinen Italien und Deutschland als die zwei Länder mit den schlechtesten Zukunftsaussichten, so Stephan Heibel, Aktienexperte von "Heibel-Ticker". Und konsequenterweise habe Dalio DAX-Aktien sowie Aktien aus dem MIB (Mailand) leerverkauft. Bridgewater sei mit 6 Mrd. EUR short in DAX-Aktien und weiteren 3 Mrd. EUR short in italienischen Aktien, jeweils vorzugsweise große, liquide Aktien und gerne aus dem Finanzsektor.

Es gebe Meldepflichten für institutionelle Anleger. Übersteige eine Position eine bestimmte Größe, so müssten sie das den zuständigen Behörden melden. In Deutschland müsse beispielsweise jede Leerposition, die größer sei als 0,5% der Marktkapitalisierung des betreffenden Unternehmens, bis zum Folgetag um 15:30 Uhr veröffentlicht werden. In Deutschland könne man das im Bundesanzeiger einsehen.

Im Herbst habe Bridgewater veröffentlicht, mit 700 Mio. EUR gegen italienische Banken positioniert zu sein. Im Januar sei diese Position auf nicht-Banken ausgeweitet und auf 3 Mrd. EUR vergrößert worden.

Am 29.01. habe Bridgewater bekannt gegeben, 0,51% der Aktien der Deutschen Bank leerverkauft zu haben. Zwei Tage später sei die Position auf 0,63% angewachsen. Anfang letzter Woche habe Dalio nochmals nachgelegt, am 5. Februar sei die Position auf 0,7% gestiegen, am Dienstag auf 0,8%. Das heiße, in den turbulenten Ausverkauf im DAX hinein habe Bridgewater nicht etwa Gewinne realisiert, wie man es von einem kurzfristig orientierten Spekulanten erwarten würde, wenn seine Spekulation auf fallende Kurse in so kurzer Zeit aufgegangen sei, sondern die Positionen seien ausgebaut worden.

Lediglich am 7. Februar sei dann ein kleiner Teil zurückgekauft worden, die Leerposition sei auf 0,76% geschrumpft. Das seien immerhin knapp 200 Mio. Euro, mit denen Bridgewater auf fallende Kurse bei der Deutschen Bank wette.

Ähnliche Leerpositionen halte Bridgewater heute bei der Deutschen Telekom, Daimler, SAP, Allianz, Fresenius, Siemens, Münchener Rück, adidas, BASF, Bayer, E.ON und der Deutschen Post. Dreizehn der 30 DAX-Aktien seien mit über 0,5% betroffen, man wisse nicht, welche anderen DAX-Aktien vielleicht ebenfalls leerverkauft worden seien, nur eben in einer kleineren Dimension. Insgesamt habe Bridgewater also DAX-Aktien im Wert von mindestens 6 Mrd. EUR leerverkauft.

In Italien und Deutschland, ein wenig auch in Frankreich wette Bridgewater also mit mindestens 9 Mrd. Euro auf fallende Kurse. Das entspreche also mindestens 7% des Portfolios von Bridgewater (9 Mrd. EUR sei gleich 11 Mrd. USD von 160 Mrd. USD).

In meinem Heibel-Ticker Portfolio sehe ich 10% für Spekulationen vor, verteile diese Spekulationen jedoch möglichst auf fünf voneinander unabhängige Spekulationen zu je 2%, so Stephan Heibel, Aktienexperte von "Heibel-Ticker". Wenn jemand also 100.000 Euro im Depot habe und auf etwas spekulieren möchte, dann jeweils bitte nur mit 2.000 Euro pro Spekulation. Das habe sich über Jahre als sinnvolle Faustregel erwiesen. Ray Dalio sei sich so sicher bei seiner Spekulation gegen Italien und Deutschland, dass er seine Positionsgröße sogar auf 7% ausweite. Beachtlich.

Na, wenn wir schon Mal dabei sind, dann schauen wir uns mal die anderen Hedgefonds an: AQR Capital Management mit Sitz in Connecticut, USA, in der Nachbarschaft von Bridgewater, hat mit 1,32% der ausstehenden Aktien die größte Leerposition in der Deutschen Bank, so die Aktienexperten von "Heibel-Ticker". AQR wette daneben noch gegen ADVA Optical, Bilfinger, Sartorius, GEA Group, Zalando, ProSiebenSat.1, Commerzbank und QIAGEN.

Überhaupt scheine der deutsche Aktienmarkt bei Hedgefonds für Leerpositionen zunehmend beliebt zu werden. Unter http://shortsell.nl/universes/Duitsland könne man für jede Aktie sehen, wie stark und von wem sie leerverkauft worden sei.

An dieser Stelle sollte man Leerpositionen vielleicht ein wenig einordnen: Hedgefonds hätten die Aufgabe, Rendite zu erzielen, wenn alle anderen Anlagen an Wert verlieren würden. Institutionelle Anleger, die Milliarden verwalten würden, würden das Vermögen größtenteils in Anleihen, Aktien und Immobilien anlegen, um an Wertsteigerungen zu partizipieren. Doch die Finanzmathematik habe gezeigt, dass man zu jedem Zeitpunkt auch Anlagevermögen in Orte stecken sollte, die gerade dann zulegen würden, wenn alle anderen verlieren würden: Hedgefonds.

Hedgefonds müssten also nach Anlageorten suchen, die nicht parallel zu den anderen Anlageklassen laufen würden. Und wenn man Aktien leerverkaufe, dann habe man genau dieses Ziel erreicht. In Zeiten, zu denen sämtliche Anlageklassen parallel an Wert zulegen würden, wie in den vergangenen Jahren, dürften Hedgefonds auch Mal Verluste machen. Institutionelle Anleger würden die Verluste ihrer Hedgefonds gegen die hoffentlich viel größeren Gewinne der anderen Anlageklassen verbuchen. Hedgefonds seien also so etwas wie eine Versicherung für Aktien, Anleihen und Immobilien. Und Versicherungen würden Geld kosten, solange alles gut laufe.

Man dürfe also nicht bei jeder Leerposition sofort das Schlimmste befürchten. Anders sei es jedoch bei der exorbitant großen Leerposition von Bridgewater, wie oben gezeigt: Das sei keine Absicherung, dahinter stecke ein durchdachtes Kalkül. Man solle sich das Kalkül von Ray Dalio nun einmal näher anschauen.

Ab Seite 172 untersuche Dalio die Situation der wichtigsten Länder der Welt. Da würden die Industrienationen Europas gegen die Schwellenländer (BRIC) gestellt, da werde die USA als Maßstab angesetzt und beurteilt, wer besser, und wer schlechter sei. Argentinien, Brasilien und Mexico würden ebenso betrachtet wie Australien, Japan, Thailand und Singapur.

Langfristig würden die Aktienmärkte parallel zum Wirtschaftswachstum der einzelnen Länder laufen. Während Dalio auf Sicht von zehn Jahren für Indien ein jährliches Wachstum von 7,2% bis 9,2% erwarte, rechne er für Deutschland nur mit 0,3% bis 0,8%, für Italien sogar nur mit einer Schrumpfung von -0,6% bis -0,2%. Als Grund für seine Erwartungen gehe er nun im Detail durch die einzelnen Faktoren, die das Wachstum bestimmen würden.

Demographie: Die arbeitende Bevölkerung werde in Deutschland seiner Untersuchung zufolge um jährlich 0,8% schrumpfen, in Italien um 0,6%. Gleichzeitig werde der Produktivitätszuwachs je Arbeitskraft in Deutschland bei 1,1% bis 1,6% liegen, in Italien bei -0,2 bis +0,2%. So zeige Italien künftig eine rückläufige Produktivität, während Deutschland mit einem mageren Plus davonkomme.

In ähnlicher Weise betrachte er die Kultur, wo beispielsweise der Krankenstand und die Anzahl der Urlaubstage verglichen würden. Zur Kultur zähle er auch den Bildungsstand und die Sozialabgaben. Und, ganz wichtig aus Sicht von Dalio, die Neigung, Schulden aufzunehmen, zähle ebenfalls zur Kultur eines Landes und sei damit ein wichtiger Indikator für das künftige Wachstum.

Deutschland sei berühmt für seine Austeritätspolitik, entsprechend gering werde nach Meinung Dalios das künftige Wachstum ausfallen. Italien sei bereits hoffnungslos überschuldet, könne also keine zusätzlichen Schulden mehr aufnehmen und werde daher ebenfalls nicht sonderlich wachsen.

Wer sich ein wenig mit der Darstellung von Dalio beschäftigt habe, dann werde er schnell erkennen, dass er nicht nur auf den aktuell laufenden Crash wette, sondern längerfristige Ziele vor Augen habe.

Stephan Heibels Meinung: Die Geschworenen würden noch beraten, das Urteil sei noch nicht verkündet worden. Doch es könnte sein, dass Dalio den positiven Effekt auf die Gesamtwirtschaft unterschätze, den der hohe Bildungsstand in Deutschland habe und den das funktionierende soziale System habe. Man solle das Beste hoffen.

Neben Demographie und Kultur gebe es noch Politik. Die Politik klammere Dalio in seiner Betrachtung explizit aus, da sie unberechenbar sei. Achtung, jetzt werde's politisch:

Am 4. März würden die Italiener ihre neue Regierung wählen. Es sei damit zu rechnen, dass die Italiener gegenüber Europa eine härtere Gangart einlegen würden, wenngleich Stephan Heibel derzeit nicht fürchte, dass sie den Briten folgen würden. Sie würden mehr Unterstützung fordern, denn alleine würden sie ihre Finanzen in absehbarer Zeit nicht in den Griff bekommen.

Und wer werde künftig den Forderungen der Club-Med Länder die Stirn bieten müssen? Nun, neben Mutti falle das in die Aufgabe des Finanzministerium, das die geforderten Gelder freigeben müsse. Bislang hätten Mutti und Schäuble mit zugenähten Taschen das Vermögen der Deutschen gesichert. Leider seien die Taschen so fest vernäht gewesen, dass es nicht einmal Gelder für dringend erforderliche Investitionen in Deutschland gegeben habe. Der Staat müsse seine Ausgaben in Krisenzeiten erhöhen. Hätte Mutti das getan, dann müsste ich mich nicht noch immer über die zu langsame Internetleitung ärgern und außerdem hätten wir dann kein Geld mehr, auf das die Club-Med Länder scharf sein könnten, so Stephan Heibel, Aktienexperte von "Heibel-Ticker".

Nun, der Zug sei abgefahren. Der Staatssäckel quillt über, wir werden aller Voraussicht nach einen SPD-Finanzminister bekommen (Scholz), der meiner eigenen Erfahrung nach nicht nach dem Willen des Volkes handelt, sondern im politischen Morast nach gangbaren Wegen sucht, so Stephan Heibel, Aktienexperte von "Heibel-Ticker".

Zum Glück haben wir Mutti, die eine klare Linie vorgebe, an die sich die Ministerien zu halten haben, so Stephan Heibel, Aktienexperte von "Heibel-Ticker". Sie laute sinngemäß: Mache was ihr wollet, bis das Kind in den Brunnen gefallen sei. Dann komme ich mit intelligenten Rettungsaktionen. Zu viel Sarkasmus? Tut mir leid, so Stephan Heibel.

Zurück zur Deutschen Bank und zu Ray Dalio: Wenn Deutschland also durch einen europäischen Einlagensicherungsfonds oder ähnliche Klimmzüge für die Schulden der Club-Med Länder aufkommen werde, dann würden die Dinge aus Sicht von Dalio gleich doppelt schlecht für Deutschland laufen: Zum einen würden sich die Schulden erhöhen, die doch eigentlich verringert werden sollten. Und zum anderen gebe es auch keinen stimulierenden Effekt von Investitionsprogrammen für die deutsche Wirtschaft, denn das Geld fließe ja in den Süden.

Erfolg und Misserfolg von Banken seien eng an die wirtschaftliche Entwicklung ihres Heimatlandes geknüpft. Wenn der deutschen Wirtschaft das, was sie brauche, nämlich Investitionen in Infrastruktur und Bildung, vorenthalten würden (Austerität) und gleichzeitig dennoch der Schuldenstand steige (Belastung zukünftiger Generationen), dann werde das Wirtschaftswachstum suboptimal ausfallen. Es ergebe sich in der Welt von Dalio eine düstere Zukunft für Deutschland.

Wie oben gesagt: Ich gebe hier die Sichtweise von Dalio wider doch ich vermute, dass er positive Effekte unseres guten Sozialsystems und unseres guten Bildungsstands unterschätzt, so Stephan Heibel, Aktienexperte von "Heibel-Ticker". Man wisse jedoch nicht, was am Ende rauskommen werde.

Für die Deutsche Bank würde das Folgendes bedeuten: Der Schrumpfungsprozess (Deleveraging), der nach der Finanzkrise eingesetzt habe und in Deutschland nahezu beendet sei, werde in Europa noch ein paar Jahre anhalten und daher noch länger ein Niedrigzinsumfeld erforderlich machen, als man es sich derzeit wünsche. Auch Deutschland würde in dieses Problem gezogen werden, wie durch die Besetzung der Ministerien absehbar. Die eine Einnahmequelle der Deutschen Bank, Zinsdifferenz aus Einlagen und Krediten, würde sich wider Erwarten vieler Analysten nicht so schnell erholen.

Stephan Heibel werde im Heibel-Ticker die Aktionen von Bridgewater im Auge behalten. Sollte sich Dalio bald von seiner Leerposition trennen, wäre das in Heibels Augen ein Startsignal für die Wiederaufnahme der Hausse, den Melt-Up Boom. Sollte Dalio jedoch an seiner Wette festhalten, werde es spannend bleiben, wie sich Politik, Wirtschaft und Finanzmarkt entwickeln würden. Nur eines ist dann sicher: Wir werden uns an größere Schwankungen, eine höhere Volatilität gewöhnen müssen, so Stephan Heibel, Aktienexperte von "Heibel-Ticker", in einer aktuellen Aktienanalyse. (Ausgabe 6 vom 09.02.2018)

Börsenplätze Deutsche Bank-Aktie:

XETRA-Aktienkurs Deutsche Bank-Aktie:
12,514 EUR -2,23% (09.02.2018, 17:35)

Tradegate-Aktienkurs Deutsche Bank-Aktie:
12,755 EUR +0,69% (09.02.2018, 22:25)

NYSE-Aktienkurs Deutsche Bank-Aktie:
15,58 USD +0,58% (09.02.2018, 22:02)

ISIN Deutsche Bank-Aktie:
DE0005140008

WKN Deutsche Bank-Aktie:
514000

Ticker-Symbol Deutsche Bank-Aktie:
DBK

NYSE Ticker-Symbol Deutsche Bank-Aktie:
DB

Kurzprofil Deutsche Bank AG:

Die Deutsche Bank AG (ISIN: DE0005140008, WKN: 514000, Ticker-Symbol: DBK, NYSE-Symbol: DB) bietet vielfältige Finanzdienstleistungen an - vom Zahlungsverkehr und dem Kreditgeschäft über die Anlageberatung und Vermögensverwaltung bis hin zu allen Formen des Kapitalmarktgeschäfts. Zu ihren Kunden gehören Privatkunden, mittelständische Unternehmen, Konzerne, die Öffentliche Hand und institutionelle Anleger. Die Deutsche Bank ist Deutschlands führende Bank. Sie hat in Europa eine starke Marktposition und ist in Amerika und der Region Asien-Pazifik maßgeblich vertreten. (12.02.2018/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
 
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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0005140008 514000 17,31 € 10,81 €
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
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Hamburg 10,83 € -1,88%  18.05.18
Xetra 10,81 € -1,94%  18.05.18
Frankfurt 10,80 € -2,16%  18.05.18
NYSE 12,71 $ -2,16%  18.05.18
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